piwik-script

English Intern
    Kommunikationspsychologie und Neue Medien

    Forschungsprojekte

    Geschichten können Einstellungen, Überzeugungen und Verhalten verändern (Persuasion durch Narrationen). Die Prozesse, die diesem Einfluss mutmaßlich zu Grunde liegen, unterscheiden sich von den Prozessen, die in den klassischen Zwei-Prozess-Modellen der Persuasion beschrieben werden. Als wichtige Mechanismen der narrativen Persuasion sind das Eintauchen in die Welt der Geschichte und die Nähe zur Perspektive der Figuren hervorgehoben worden. Empirische Arbeiten zu den Konzepten Transportation, Narrative Engagement oder Identifikation betonen die Rolle von Emotionen bei der Persuasion durch Geschichten. Geschichten – von klassischen Dramen bis hin zu zeitgenössischen Geschichten im Kontext der Gesundheitskommunikation – beruhen auf der Darstellung von Ereignissen, die Wechsel in der Qualität und Intensität des emotionalen Erlebens der Rezipientinnen und Rezipienten nahelegen (emotionale Wechsel). Aufbauend auf neueren theoretischen Arbeiten erwarten wir, dass diese emotionalen Wechsel entscheidend für das Verständnis der Persuasion durch Narrationen sind. Das Ziel der vorgeschlagenen Forschungsarbeiten ist es, die Rolle des Erlebens emotionaler Wechsel auf Seiten der Rezipientinnen und Rezipienten zu klären.

     

    Antragsteller: Prof. Dr. Markus Appel und Prof. Dr. Tobias Richter (Pädagogische Psychologie, Universität Würzburg)

    Projektmitarbeiterinnen: Julia Winkler Marie-Luise Schmidt

    Förderung: DFG

    Laufzeit: März 2018 - Dezember 2021

    Die Auswirkungen und Korrelate der Rezeption bzw. Nutzung des Internets durch Kinder, Jugendliche und Erwachsene, nicht zuletzt in Form von sozialen Netzwerkseiten wie Facebook, beschäftigen Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen. Das Ziel dieses auf 36 Monate angelegten Forschungsprojekts war es, die bestehende Befundlage über einen meta-analytischen Ansatz aufzuarbeiten. Die Relevanz des meta-analytischen Zugangs ergibt sich aus divergierenden Hypothesen, einer uneinheitlichen Befundlage sowie einer Forschungsliteratur, die über viele Disziplinen verteilt ist.

    Mehr Informationen und Projekt-Ergebnisse finden Sie unter www.meta-internet.com

     

    Antragsteller: Prof. Dr. Markus Appel

    Projektmitarbeiterin: Caroline Marker

    Förderung: DFG

    Laufzeit: Herbst 2015 - Herbst 2019

     

    Projekt-Publikationen: 

    Marker, C., Gnambs, T., & Appel, M. (in press). Exploring the myth of the chubby gamer: A meta-analysis on sedentary video gaming and body mass. Social Science and Medicinehttps://doi.org/10.1016/j.socscimed.2019.05.030

    Appel, M.Marker, C., & Gnambs, T. (2020). Are social media ruining our lives? A review of meta-analytic evidence. Review of General Psychology, 24, 60-74. https://doi.org/10.1177/1089268019880891

    Appel, M., & Gnambs, T. (2019). Shyness and social media use: A meta-analytic summary of moderating and mediating effects. Computers in Human Behavior, 98, 294-301.  https://doi.org/10.1016/j.chb.2019.04.018

    Gnambs, T., & Appel, M. (2018). Narcissism and social networking behavior: A meta-analysis. Journal of Personality, 86, 200-212. https://doi.org/10.1111/jopy.12305

    Marker, C., Gnambs, T., & Appel, M. (2018). Active on Facebook and failing at school? Meta-analytic findings on the relationship between online social networking activities and academic achievement. Educational Psychology Review, 30, 651-677https://doi.org/10.1007/s10648-017-9430-6

    Narratives in health communication –a multi-disciplinary approach to strengthen understanding of the roles and uses of narratives in conveying health information and changing health behaviors

    Narratives play an increasingly important role in (online) communication about health issues. News reporters not only report the cold facts about an upcoming epidemic, but also increasingly employ techniques that are used in novels and movies; serious games use interactive storytelling techniques to improve the health of children; health campaigns use celebrities and role models in order to convince a target audience to adopt healthy habits. In spite of their increasing use, relatively little is known about the effects of narratives in a health communication context, as expertise on narratives is scattered across different disciplines. The objective of the HealthNar program is (1) to strengthen and consolidate the emerging field of narrative health communication and (2) to establish a flourishing and solid multidisciplinary research exchange network on narratives and health. The program does so by bringing together renowned international scholars from health psychology, media psychology, health communication, arts, and interactive communication.

    In collaboration with research partners at UNSW Australia, University of Antwerpen, Belgium, University of Augsburg, Germany, University of Koblenz-Landau, Germany, University of New South Wales, Sydney, Australia, Edith Cowan University, Perth, Australia

    For more information, please click here http://healthnar.ruhosting.nl/

     

    AntragstellerInnen: Prof. Dr. Enny Das (Radboud University Nijmegen) in collaboration with UNSW Australia, University of Antwerpen, Belgium, University of Augsburg, Germany, University of Koblenz-Landau, Germany, University of New South Wales, Sydney, Australia, Edith Cowan University, Perth, Australia

    Kollaborationspartner: Prof. Dr. Markus Appel (vormals Universität Koblenz-Landau)

    Projektmitarbeiterinnen: Dr. Silvana Weber, Dr. Constanze Schreiner

    Förderung: EU-IRSES (International Research Staff Exchange Scheme)

    Laufzeit: 2014 – 2017

    In den nächsten 10 Jahren werden uns Service- und Assistenzroboter nicht mehr nur als Figuren in fiktionalen Geschichten, sondern zunehmend auch in unterschiedlichen Nutzungskontexten des Alltagslebens begegnen. Bereits heute existieren Prototypen von Robotern, die beispielsweise in der Krankenpflege, zur Unterstützung im Haushalt oder am Empfangsschalter von Museen zum Einsatz kommen. Die potentielle Verbreitung von Robotern in diesen Feldern wird von den potentiellen europäischen NutzerInnen – werden Sie nach Robotern allgemein befragt – recht kritisch gesehen (Eurobarometer 2012).

    Zahlreiche anekdotische Berichte und erste empirische Befunde deuten darauf hin, dass insbesondere sehr menschenähnlich gestaltete Roboter häufig mit aversiven Reaktionen einhergehen. Diese negativen Reaktionen werden in der Regel unter Rückgriff auf die uncanny-valley Hypothese erklärt, die sich als nutzerseitiges Problem der Kategorisierung einer Mensch-Maschine rekonstruieren lässt. Inwiefern die Akzeptanz oder Ablehnung humanoider Roboter aber durch kontextuelle Bedingungen (z.B. Produktbeschreibung des Roboters; intendiertes Einsatzgebiet des Roboters) oder nutzerseitige Faktoren (z.B. Offenheit für neue Erfahrungen; Einstellung gegenüber Technologie) abhängt, wurde bis dato kaum untersucht.

    Das Ziel dieses Projekts ist es, wichtige Determinanten nutzerseitiger Einstellungen gegenüber Service- und Assistenzrobotern zu erforschen. Unser Projekt liefert über die Daten des Eurobarometers hinaus Ergebnisse dazu, unter welchen Umständen Roboter positiver oder negativer eingeschätzt werden und damit wichtige Informationen für Entscheidungsträger.

     

    AntragstellerInnen: Prof. Dr. Markus Appel in Kollaboration mit dem ARS Electronica Future Lab, Linz, Austria (Prof. Dr. Martina Mara)

    ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Silvana Weber, Dr. Constanze Schreiner, Stefan Krause

    Förderung: BMBF (ITA 2014)

    Laufzeit: August 2015 - Juli 2017

     

    Projekt-Publikationen:

    Appel, M., Izydorczyk, D., Weber, S., Mara, M., & Lischetzke, T. (2020). The uncanny of mind in a machine: Humanoid robots as tools, agents, and experiencers. Computers in Human Behavior, 102, 274-286. https://doi.org/10.1016/j.chb.2019.07.031

    Appel, M.Marker, C., & Mara, M. (2019). Otakuism and the appeal of sex robots. Frontiers in Psychology, 10:569. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.00569

    Appel, M., Krause, S., Gleich, U., & Mara, M. (2016). Meaning through fiction: Science Fiction and innovative technologies. Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts, 10, 472-480. https://doi.org/10.1037/aca0000052

    Appel, M.Weber, S., Krause, S., and Mara, M. (2016). “On the eeriness of service robots with emotional capabilities,” in Proceedings of the 11th ACM/IEEE International Conference on Human-Robot Interaction (HRI) (Christchurch), 411-412. https://doi.org/10.1109/HRI.2016.7451781 

    Geschichten sind ein wirkungsvolles Instrument um Einstellungen zu ändern. In unserem Alltag sind wir permanent von ihnen umgeben, sei es als Film oder Roman, journalistische Arbeit oder aber in Form von Werbung oder politischen Kampagnen.

    Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den psychologischen Prozessen, die dieser Einstellungsänderung zugrunde liegen. Zahlreiche Studien legen nahe, dass „Transportation“, das Hineinversetzen in die Welt der Geschichte, der ausschlaggebende Mechanismus ist. In einer Reihe von Experimenten soll untersucht werden wie es durch Transportation zur Einstellungsänderung kommt.
     

    Antragsteller: Prof. Dr. Markus Appel und Prof. Dr. Tobias Richter (Pädagogische Psychologie, Universität Würzburg)

    Projektmitarbeiterinnen: Dr. Constanze SchreinerDr. Maj-Britt Isberner

    Förderung: FWF und DFG (Lead Agency Verfahren), Transfer des Projekts von der JKU Linz zur Universität Koblenz-Landau im November 2013

    Laufzeit: Juli 2012 - Juni 2016

     

    Projekt-Publikationen:

    Appel, M., Schreiner, C., Isberner, M.-B., & Richter, T. (2019). The mediating role of event-congruent emotions in narrative persuasion. Poetics, 77, 101385. https://doi.org/10.1016/j.poetic.2019.101385

    Isberner, M.-B., Richter, T., Schreiner, C., Eisenbach, Y., Sommer, C., & Appel, M. (2019). Empowering stories: Transportation into narratives with strong protagonists increases self-related control beliefs. Discourse Processes, 56, 575-598. https://doi.org/10.1080/0163853X.2018.1526032

    Schreiner, C., Appel, M., Isberner M.-B., & Richter, T. (2018). Argument strength and the persuasiveness of stories. Discourse Processes55, 371-386. https://doi.org/10.1080/0163853X.2016.1257406

    Ein hoher Bildungsstand spielt eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung von Nationalstaaten. Laut OECD ist der Unterschied in Bildungsabschlüssen zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund (v.a. Türkei und Ex-Jugoslawien) in Österreich so groß wie in kaum einem anderen Land. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit psychologischen Prozessen, die erforscht und zur Reduzierung von Bildungsunterschieden nutzbar gemacht werden sollen. Das Projekt basiert auf Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass Minderheiten besonderen psychologischen Belastungen ausgesetzt sind, welche die kognitive Leistung in Bildungskontexten einschränken (stereotype and social identity threat). Die vier geplanten Studien erweitern bisherige Befunde auf Jugendliche mit Migrationshintergrund und untersuchen die Stärke der sozialen Identität als Einflussfaktor. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, Bildungsunterschiede in Österreich zu reduzieren.

     

    Antragsteller: Prof. Dr. Markus Appel 

    Projektmitarbeiterin: Dr. Silvana Weber

    Förderung: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank

    Laufzeit: August 2012 - August 2014

     

    Projekt-Publikationen:

    Weber, S., Kronberger, N., & Appel, M. (2018). Immigrant students’ educational trajectories: The influence of cultural identity and stereotype threat. Self & Identity, 17, 211-235. https://doi.org/10.1080/15298868.2017.1380696

    Appel, M.Weber, S., & Kronberger, N. (2015). The influence of stereotype threat on immigrants: Review and meta-analysis. Frontiers in Psychology, 6:900. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.00900  

    Weber, S.Appel, M., & Kronberger, N. (2015). Stereotype threat and the cognitive performance of adolescent immigrants: The role of cultural identity strength. Contemporary Educational Psychology, 42, 71-81. https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2015.05.001