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    Medienpsychologie

    Forschungsprojekt: "phubbing"

    Phubbing: Empirische Untersuchungen zu smartphoneinduziertem Ostrazismus in Feldbeobachtungen und VR-Laborstudien

    Lehrpersonen: Prof. Dr. Frank Schwab, PD Dr. Benjamin P. Lange (Arbeitsbereich Medienpsychologie), Prof. Dr. Birgit Lugrin, David Obremski (Arbeitsbereich Medieninformatik)

    Das ist Euch sicher auch schon passiert: Das Gegenüber steigt aus einem Gespräch aus, um sich seinem Mobiltelefon zu widmen. Dieses irritierende Kommunikationsphänomen wird als “phubbing” bezeichnet und soll - wie jüngste Forschungen ergeben haben - die Beziehungsqualität beeinträchtigen, zu negativen affektiven, kognitiven und verhaltensbezogenen Konsequenzen führen und das allgemeine körperliche und geistige Wohlbefinden der Interaktionspartner mindern. Angenommen wird, dass diese Folgen aus einer problematischen Verbindung zwischen der Nutzung von Smartphones und dem grundlegenden Bedürfnis des Menschen nach Zugehörigkeit entstehen. Dennoch ist die vorhandene Literatur über die Ergebnisse dieses Kommunikationsphänomens äußerst spärlich und es fehlt eine solide theoretische Grundlage. Um diese Forschungslücke zu schließen, zielt dieses Projekt darauf ab, ein Modell über die kurz- und langfristigen Auswirkungen der Smartphone-Nutzung in sozialen Interaktionen vorzuschlagen, das sowohl die Ziele als auch die Quellen des Verhaltens einschließt und auf der Grundlage des Wunsches des Menschen nach Zugehörigkeit beruht. 

    In diesem Forschungsprojekt kooperieren die Arbeitseinheiten Medieninformatik und Medienpsychologie. Gemeinsam entwickeln wir zunächst digitale Stimuli (virtuelle Agenten) für VR-Experimente und arbeiten in Feld- und Labor-Settings an themenrelevanten Forschungsfragen.