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    Pseudo-Namen sind mehr als Schall und Rauch: Artikel über Geschlechterunterschiede in der Pseudonyme-Wahl erschienen

    12.05.2016

    Im "Journal of Language and Social Psychology" ist ein Artikel von Dr. Benjamin P. Lange und Kollegen zum Thema Geschlechterunterschiede in der Wahl von Pseudonymen erschienen.

    Das "Journal of Language and Social Psychology" ist eine der bedeutenden internationalen Fachzeitschriften im Bereich Kommunikation, Sozialpsychologie und Linguistik. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift wurde eine empirische Arbeit von Dr. Benjamin P. Lange vom Würzburger Arbeitsbereich Medienpsychologie, die er zusammen mit Dr. Eugen Zaretsky und Prof. Harald A. Euler verfasst hat, veröffentlicht.

    Lange und Kollegen konnten zeigen, dass Pseudonyme, die aus Gründen der Anonymität in Psychologie-Klausuren verwendet wurden, über dem Zufall Rückschlüsse auf das Geschlecht des Verwenders der Pseudonyme zuließ, selbst nach Kontrolle des grammatischen Geschlechts der Pseudonyme. Im Einklang mit evolutionspsychologischen Annahmen wurden männliche Pseudonyme von den Studienteilnehmern hocheffektstark kreativer bewertet als weibliche. Die Teilnehmer machten auf Grundlage der Pseudonyme zudem Rückschlüsse auf Persönlichkeitseigenschaften der Pseudonym-Verwender, die überwiegend im Einklang mit sonstigen Befunden zu Geschlechterunterschieden in Persönlichkeitseigenschaften waren. Schließlich zeigten sich einige linguistische Geschlechterunterschiede: Männliche Pseudonyme waren z.B. tendenziell länger als weibliche. Dieser Unterschied konnte das richtige Erraten des Geschlechts sowie die geschlechtsdifferenten Kreativitätsbewertungen allerdings nicht alleine erklären. Die Autoren diskutieren ihre Befunde u.a. im Kontext des Modells der hyperpersönlichen Kommunikation.

    • Lange, B. P., Zaretsky, E., & Euler, H. A. (2016). Pseudo names are more than hollow words: Sex differences in the choice of pseudonyms. Journal of Language and Social Psychology, 35(3), 287-304. doi: 10.1177/0261927X15587102
    • Lange, B. P., Zaretsky, E., & Euler, H. A. (2014). Pseudo-Namen sind mehr als Schall und Rauch: Geschlechterunterschiede in der Wahl von Pseudonymen und ihre psychologischen Korrelate. In O. Güntürkün (Hrsg.), 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Abstracts (S. 59). Lengerich: Pabst Publishers.
    • Lange, B. P., Zaretsky, E., & Euler, H. A. (2014). Pseudo-Namen sind mehr als Schall und Rauch: Geschlechterunterschiede in der Wahl von Pseudonymen und ihre psychologischen Korrelate. Poster auf dem 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Bochum, 21.-25. September 2014. 

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